Reise blog von Travellerspoint

Vietnam Part 1

Ho Chi Minh City - Mui Ne - Da lat

sunny 35 °C

Nach ein paar erholsamen Tagen am Meer von Cambodia gings weiter nach Vietnam. Visum erhalten und Bus gebucht, es konnte los gehen. 7:00 Uhr morgens fuhr mein Bus von Sihanoukville nach Phnom Phen, sodass ich dort umsteigen konnte in den nächsten Bus nach Ho Chi Minh City. Leider hatte dieser Bus 1 1/2 Stunden Verspätung, sodass wir erst um ca. 21:00 Uhr in Ho Chi Minh City ankamen und ich genau sogut einen Bus später hätte nehmen können... Tja, man kann nicht immer gewinnen... :)

Ho Chi Minh war völlig anders als die Städte in Cambodia, die Strassen waren breiter, der Verkehr noch verrückter, die Autohupen lauter, aber generell sauberer und weiterentwickelter. Im Stadtpark gab es Fitnessgeräte, die frei genutzt werden konnten, viele spielten Federball in ihrer Freizeit oder picknickten im Park.
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Ich war nur 3 Nächte dort, deshalb hab ich mir am ersten Tag gleich den Palast, die Kathedrale und das Warmuseum angeschaut. Dieses war wirklich eindrücklich. Auch wenn man bedenken muss, dass hier nur die vietnamesische Seite des Krieges gezeigt wird, wurde einem mulmig zumute. Die vielen Fotographien von Massakern, toten unschuldigen Kindern und den Zuständen von dieser Zeit waren herzergreifend. Vorallem aber von den Beschreibungen zu den Bildern wurde mir mulmig zumute. So stand unter einem Bild, dass eine ältere Frau mit 2 Kindern zeigte: "I asked the soldiers to hold their fire so I could that a picture of them first. Afterwards I turned around and walked away. I heard shots but didn't turn around again." Bei solchen Beschreibungen drehte sich mein Magen fast um.
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Am nächsten Tag ging es dann zu den Chu Chi Tunnels. Das ist ein Tunnelsystem, welches sich über mehrere Kilometer erstreckt und wo sich die Vietnamesen vor den Amerikanern im Krieg versteckten. Auch hier hat man die vietnamesische Seite zu Gesicht gekriegt. So wurden die Guerillakämpfer mit Medallien ausgezeichnet, als "American Killer War Hero". Dennoch war es eindrücklich zu sehen, wie diese unterhalb der Erde in munzigen Gängen gelebt und gegen die Amerikaner gekämpft hatten. Am Abend gab es dann zur Aufmunterung noch einen Besuch in einer Roof Top Bar um die Aussicht über die Stadt zu geniessen, bevor es am nächsten Tag bereits weiter ging.

Nach ca. 6 - 7 Stunden Busfahrt mit einem Schotten gegenüber, der noch seinen Rausch ausschlafen musste, bin ich dann in Mui Ne angekommen. Beim Check-in hiess es dann wie immer "passport please". Leider wurde mir in diesem Moment bewusst, dass dieser noch in Ho Chi Minh im Hostel lag... Nach einem halben Herzinfarkt und erfolglosen Telefonversuchen meinerseits, gelang es der Rezeptionistin (kam leider erst später, der Securityguard beim check in sprach kein Englisch), das Hostel in Ho Chi Minh zu erreichen, welche mir versprachen den Pass mit dem nächsten Bus hochzuschicken, sodass ich diesen zwei Tage später wieder in meinem Besitz hatte. Phuh.

Ansonsten war es in Mui Ne recht ruhig, wir haben den Strand besucht, welcher jedoch vorallem mit Resorts besetzt ist, sodass man einen Eingang zum Strand suchen muss. Haben einen Ausflug zu den Sanddünen gemacht, mit einem Stopp bei einem Wasserfall, einem Fischerdorf und Quadbiking (so much fun), bevor es dann schon wieder weiter ging nach Da lat.
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Bis jetzt hatte ich immer normale Reisecars, mit jeweils 2 Sitzen nebeneinander, auf dieser Strecke jedoch hatten wir das Glück einen Minibus zu kriegen. Das Gepäck hatte nicht wirklich Platz, der Bus war überfüllt und die ausklappbaren Stühle alle ausgeklappt. Ich meinerseits hatte das Glück neben einer Frau mit ihrem Kleinkind zu sitzen, die immer wieder eingeschlafen ist und sich somit auf meiner Schulter eingenistet hat... Juhui, lustige 5 Stunden... Jedoch haben wir auf dieser Fahrt auch eine Schottin und eine Israelin kennen gelernt mit welchen wir ein Hotel teilten und auch die nächsten 1 - 2 Wochen verbrachten. :)

Da lat liegt im vietnamesischen Hochland, die Landschaft war einfach atemberaubend mit Wäldern, Bergen und Flüssen. Die Temperaturen zum Glück ein bisschen kühler, sodass wir am Abend sogar lange Hosen und einen Schal anziehen konnten. :) Das Highlight von Da lat war jedoch das Canyoning. Wir sind einen Tag lang von Felsen gesprungen, haben uns über Wasserfällen abgeseilt und sind "Flussrutschen" runtergerutscht. :)
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Ich hatte dann am Abend noch das Vergnügen mit einem Schweden zusammen einem Amerikaner zu erklären, dass "Sweden" und "Switzerland" nicht ein Land seien. Sein Argument für die Verwechslung machte es nicht besser, denn laut ihm liegen ja beide Länder nah beieinander und sind nordeuropäische Länder... NEIN, nicht wirklich... Na ja, als dann noch die Erkärung kam, für ihn seien die Alpen halt in Nordeuropa, da ja Alpen gleich kalt ist, haben wir uns gedacht, wir lassen die Diskussion lieber... :D

Eingestellt von Bisoulein 06:08 Archiviert in Vietnam

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