Reise blog von Travellerspoint

Broome to Darwin & Litchfield and Kakadu Nationalpark

sunny 32 °C

Hab gedacht nach längerer Sendepause sollte ich mal wieder was schreiben... :)

Also... Nach 2 Tagen in Broome ging es schon wieder weiter mit einer 9-tägigen Tour Richtung Darwin. Was es vielleicht zuerst zu sagen gibt, der Tourguidewechsel war ein rechter Schock! :) Unser erster Tourguide "Paul" war ein aufgestellter, organisierter und zu Witzen aufgelegter Mensch, Sarkasmus und Ironie waren ihm nicht fremd und es kamen schon am ersten Tag dumme Sprüche. Ich fühlte mich also wie Zuhause! :D
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Unser zweiter Tourguide "Travis" (oder einfach Trav) war ein vollkommener Naturbursche, ruhig und ein bisschen eigenbrötlerisch veranlagt... Er lebt nach seiner eigenen Zeit (aufgestanden wird, wenn die Vögel zwitschern! (Ja, ich wusste auch nicht, wann das sein soll... :)), abgefahren, wenn alles verstaut ist...) und geht seine eigenen Wege (Trav-Tracks: Vielfach bedeutete das wir liefen einfach querfeldein oder machten einen kleinen Abstecher vom üblichen Weg) und er natürlich barfuss oder in Flipflops. Ach ja, typisch Trav: "So... (lange Pause), tomorrow ey, we're going to...(blabla), ey. :) Also wie man vielleicht bei diesem Beispiel sehen kann, kam das Wort "ey" an jedem Satzende und manchmal sogar dazwischen vor... :) Man kann sich also vorstellen, dass wir am Anfang ein bisschen Mühe hatten uns dem neuen Guide anzupassen. Mit der Zeit taute er jedoch immer mehr auf und dumme Sprüche kamen auch zum Vorschein (was für ein Glück! :)). Nachdem ja aller Anfang schwer ist, kann man sagen, dass auch er ein lustiger Typ war und uns sicher gut in Erinnerung bleiben wird. :)
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So, kommen wir nun zur Tour: Auch dieser Teil der Westküste war fantastisch. Wir gingen am ersten Tag eine Höhle besuchen, mit Fledermäusen, Süsswasserkrokodilen und schönen Steinen, bevor wir unser Nachtlager aufbauten und einen Nachtspaziergang in eine nahgelegte Schlucht machten. Der Sternenhimmel war unglaublich toll! (Kleine Zwischenbemerkung: Wir haben auf diesem Teil der Tour nur noch in Zelts (resp. einfach Innenzelt gegen die Moskitos) und in Swags geschlafen. :) Swags sind eine Aussenhülle für Schlafsäcke mit einer kleinen, dünnen Matratze am Boden).
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In den nächsten Tagen erkundeten wir einige Schluchten, wo wir auch wieder klettern, balacieren und Bäche überqueren durften! :) Natürlich kam auch das schwimmen nicht zu kurz, wir schafften es sogar an einem Tag 5 mal baden zu gehen! :) Nach Gibb River Road machten wir uns auf den Weg nach El Questro Station. Da wir jedoch ein bisschen Verspätung hatten, entschied Trav die nächste Schlucht zu verschieben und stattdessen an ein anderes Wasserloch zu gehen. Dort angekommen gab es nach einem halbstündigen Spaziergang Mittagessen. Trav zeigte ans andere Ende des Ufers und meinte "Lunch is over there". Wie wir auch sind, haben wir gedacht, er macht einen Witz. Aber nein, er wanderte tatsächlich um den ganzen "Teich/Fluss/See" zur anderen Seite und fing an unsere Hotdogs vorzubereiten! (Ja, Hotdogs, d.h. wir durften eine Pfanne, Wasser und alle Zutaten mit uns schleppen... :)). Also schwammen wir zur anderen Seite und hatten Lunch. Auf dem Rückweg sichteten wir ein Krokodil, Trav versicherte uns jedoch, dass das Süsswasserkrokodile sind, die uns nichts machen würden, daher wurde auch der Rückweg schwimmend zurückgelegt. :) Im Camping am Abend gab es sogar eine Outdoor Bar mit live music, wir konnten es kaum glauben und der Sänger/Gitarist konnte sogar super spielen. :)
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Am nächsten Tag ging es zu den hot springs (vielleicht könnt ihr es ja erahnen, das sind heisse Quellen (28 Grad) :) ) und weiter zur Emma Schlucht, bevor wir uns auf den Weg Richtung Bungle Bungles Nationalpark machten. Da sich unser Zeitplan ein bisschen verschoben hatte, bauten wir unsere Zelte im nirgendwo auf. Trav fand einen kleinen Strand mit Wasserloch, wo wir übernachteten. Also keine Toiletten/Duschen oder ähnliches. Der starke scheiss (entschuldigt die Sprache) Wind, schaffte es jedoch mich die ganze Nacht mehr oder weniger Wach zu halten. Da ich leider meinen Rucksack im Lastwagen gelassen habe, flog mir das Zelt fast davon, zum Übernachten nicht so super...

Dementsprechend gut gelaunt war ich am nächsten Morgen, wo wir doch auch schon um 5 Uhr (!) wieder geweckt wurden. Nach einem Kräftemessen zwischen meinem Kopf und der Lastwagenklappe (1:0 für die Klappe) konnte der Tag für mich fast nicht mehr besser starten... Der Helikopterflug, welchen wir jedoch am späteren Morgen in den Bungle Bungles machten (erster Heliflug ever; war fantastisch) und die 5 stündige Wanderung durch dieselben, konnten den Tag noch retten. :)
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In den letzten 3 Tagen erkundigten wir nochmals verschiedene Schluchten und den Lake Argyle (mit Bootsfahrt) bevor wir in Darwin ankamen. Die vielen verschiedenen Schluchten waren ganz klar das Highlight der ganzen Reise, auch wenn das ewige auf und ab, drunter udn drüber nicht immer einfach war um in die Schlucht zu kommen. Das erfrischende Bad, welches wir bei den meisten am Ende geniessen konnten, war es allemals wert! :) Die 32 Grad mit "tüpiger" Luft hätten wir jedoch nicht gebraucht! :)
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Unsere Gruppe hat sich ein bisschen verkleinert, wir waren nur noch zu 10.! Für uns jedoch pefekt, so hatte jeder einen Doppelsitz für sich und unsere Backpäcke haben sich immer mehr auf unserem 2. Sitz breit gemacht. Ich musste meinen praktisch nicht mehr aufmachen, da ich fast alles vorne hatte... :) Wir waren nur Schweizer und Australier, ausser einer Engländerin.
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Darwin hab ich mir ganz anders vorgestellt, obwohl das Stadtzentrum nicht gross war, gab es einige Wolkenkratzer. Die Stadt war jedoch gemütlich und easy auszukundschaften. Das Hostel war jedoch nicht so der Hit, kein Wifi (auch nicht gegen Bezahlung), nur ein PC mit Internet (der nach der ersten Nacht auch nicht mehr ging) und in einem 3-Bettzimmer nur 2 Abschliessfächer (waren natürlich beide schon besetzt). Meine 2 älteren "bitchigen" Zimmermitbewohnerinnen halfen auch nicht... So war ich froh, dass ich noch kurzfristig eine 3-tages Tour in den Kakadu und Litchfield Nationalpark gebucht habe. :)

Das hiess wieder früh aufstehen und viel fahren, jedoch auch sehen! :) Beim abholen war ich sogar eine Viertelstunde zu früh draussen am warten (kannte mich selber nicht wieder). :) Die Gruppe war wieder völlig neu durchmischt, jeodch auch hier hatten wir ein super Los gezogen. Unser Tourguide "Kelly" war wieder völlig anders: Jung, noch recht unerfahren, polite und aufgestellt!
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Wir besuchten wiederum verschiedene Schluchten mit jedoch merklich einfacheren Wanderwegen, sahen riesige Termitesmountains, machten eine Bootsfahrt in den Wettlands (mit Salzwasserkrokodilen) und schauten uns Aborigines art an. Natürlich war ich so klug und hab am zweiten Tag bei einer einfachen Wanderung meinen Fuss ein bisschen überdehnt (super Jasmin), musste ja so kommen, wenn bei allen schweren nichts passiert... War jedoch nicht so schlimm und mit dem Druckverband konnte ich doch noch alles mitmachen. :) (Wollte mir doch die Jim Jim Fälle nicht entgehen lassen :)).
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Mit einem Tag übrig in Darwin war mein Monat in Australien somit bereits um. Zusammenfassend kann gesagt werden: Super Zeit gehabt, eindrückliche Landschaft, einzigartige Schluchten gesehen,von vielen Felsen gesprungen, viele Sandwiches gegessen, viel Geld ausgegeben und ausser an 3 Tagen immer ein "Fiirabigbierli" (resp. Cider) genossen. :)
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Auf gehts nach Südostasien... :)

PS: In der Fotogallerie hats noch ein bisschen mehr Fotos und es werden auch noch welche dazukommen... (Das raufladen dauert ewig)

Eingestellt von Bisoulein 10:04 Archiviert in Australien

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Kommentare

super Bericht, den ich mit Freude gelesen habe . . .
weiter so gut schreiben wies weitergeht . . .

von mamili

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